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Wie viel sollte ich als Coach verlangen? Ein ehrlicher Blick auf Preise

  • Autorenbild: Stefanie Weinhofer
    Stefanie Weinhofer
  • 7. Aug.
  • 4 Min. Lesezeit

Wie viel sollte ich als Coach verlangen? Ein ehrlicher Blick auf Preise, Selbstzweifel und warum die meisten Coaches sich weit unter Wert verkaufen.


Eine Frage, die mir fast jede neue Kundin irgendwann stellt, oft leise, fast entschuldigend, so als würde sie etwas Verbotenes fragen. "Wie viel sollte ich eigentlich verlangen?" Und fast immer kommt direkt danach der zweite Satz hinterher. "Ich will ja niemanden abschrecken."


Genau an diesem zweiten Satz erkenne ich schon, bevor wir überhaupt über Zahlen sprechen, dass die eigentliche Frage gar nicht der Preis ist. Die eigentliche Frage ist, ob sie es wert ist, diesen Preis zu verlangen. Und die ehrliche Antwort, die ich in fast jedem Fall gebe, lautet: ja, mehr, als du gerade denkst.


Wie viel sollte ich als Coach verlangen? Die kurze Antwort

Es gibt keine feste Zahl, die für jeden Coach richtig ist, das wäre unseriös zu behaupten. Aber es gibt ein Prinzip, das fast immer stimmt: Wenn du dir selbst unsicher bist, ob dein Preis zu hoch ist, ist er mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit zu niedrig. Menschen, die tatsächlich zu teuer sind, merken das meistens ziemlich schnell, weil ihnen die Anfragen ausbleiben. Menschen, die zu billig sind, merken es oft jahrelang nicht, weil sie ja "trotzdem Kunden haben", nur eben viel zu viele für viel zu wenig Geld.


Die eigentliche Frage ist also nicht "wie viel ist üblich", sondern "was ist meine Arbeit wirklich wert, und traue ich mich, das auch zu verlangen".



Warum sich Coaches unter Wert verkaufen

Es gibt einen Grund, warum dieses Muster bei Coaches, Therapeutinnen und Beraterinnen so verbreitet ist, und der hat wenig mit dem tatsächlichen Marktwert zu tun. Wer in einem beratenden, helfenden Beruf arbeitet, verknüpft Geld oft unbewusst mit einem schlechten Gefühl. Als würde ein hoher Preis bedeuten, dass man die Menschen, denen man helfen will, ausnutzt.


Das ist ein Denkfehler, aber ein sehr verständlicher. Die Wahrheit ist eher das Gegenteil. Ein zu niedriger Preis führt oft dazu, dass du zu viele Klientinnen gleichzeitig betreust, weniger Energie pro Person hast, und am Ende schlechtere Ergebnisse lieferst, als wenn du weniger Menschen für mehr Geld wirklich tief begleiten würdest. Ein fairer, hoher Preis ist also nicht das Gegenteil von Fürsorge. Er ist oft die Voraussetzung dafür.


Coaching Preise festlegen: Was deinen Preis wirklich rechtfertigt

Viele Coaches versuchen, ihren Preis über die Anzahl der Stunden zu rechtfertigen. Eine Stunde Coaching, also so und so viel Geld. Das Problem an dieser Rechnung, sie bewertet Zeit, nicht Ergebnis. Und Menschen kaufen kein Coaching, weil sie eine Stunde deiner Zeit wollen. Sie kaufen es, weil sie eine Veränderung wollen, die sie allein nicht schaffen.


Dein Preis sollte sich also nicht an "wie lange dauert das" orientieren, sondern an "was verändert sich für die Person dadurch". Eine Positionierung, die endlich für Klarheit sorgt, ein System, das jahrelanges Herumprobieren erspart, ein Angebot, das den Umsatz einer Kundin verdoppelt, das ist der eigentliche Wert, den du verkaufst, nicht die Uhrzeit auf deinem Kalender.


Positionierung und Preise als Coach: Warum beides zusammengehört

Hier kommt ein Punkt, der oft übersehen wird. Der Preis, den du verlangen kannst, hängt fast immer direkter mit deiner Positionierung zusammen als mit deiner Erfahrung. Eine Coach, die "irgendwie allen hilft", kann kaum einen Premium-Preis rechtfertigen, weil sie austauschbar wirkt. Eine Coach, die glasklar für ein bestimmtes Problem bei einer bestimmten Zielgruppe steht, kann fast automatisch mehr verlangen, weil sie in den Augen der Kundin nicht mehr eine von vielen ist, sondern die eine richtige Wahl.


Das erklärt auch, warum "einfach die Preise erhöhen" allein selten funktioniert. Wenn die Positionierung dahinter nicht stimmt, spüren potenzielle Kundinnen die Unsicherheit, und der höhere Preis fühlt sich für beide Seiten falsch an. Preis und Positionierung müssen zusammen wachsen, nicht getrennt voneinander.



Premium-Preise verlangen: So findest du deine richtige Zahl

Ein Weg, der mir bei Kundinnen immer wieder hilft, ist diese Frage. Wenn eine Klientin in einem Jahr zurückblickt und sagt, das war die beste Investition, die ich je in mich selbst gemacht habe, was hätte sie dafür bezahlt? Diese Zahl ist fast immer höher als das, was Coaches sich am Anfang selbst zutrauen.


Ein zweiter, ganz praktischer Schritt, schau dir an, was in deiner Nische Menschen mit ähnlicher Tiefe an Begleitung verlangen, nicht als Kopiervorlage, sondern als Orientierung dafür, was der Markt für ernsthafte, transformative Arbeit tatsächlich bereit ist zu zahlen. Meistens ist das deutlich mehr, als die eigene Unsicherheit einem vorgaukelt.


Was passiert, wenn du dich traust, mehr zu verlangen

Fast jede Kundin, die ich durch diesen Preisprozess begleitet habe, berichtet von zwei Dingen. Erstens, die Angst vor dem ersten höheren Preis war schlimmer als die tatsächliche Reaktion der Kundinnen. Zweitens, die Klientinnen, die zu einem höheren Preis kommen, sind oft engagierter, ernsthafter und leichter zu betreuen, weil sie selbst mehr investieren und dadurch auch mehr investieren wollen.


Das ist kein Zufall. Ein Preis ist immer auch ein Filter. Ein zu niedriger Preis zieht manchmal genau die Klientinnen an, die am wenigsten bereit sind, wirklich mitzuarbeiten.


Der nächste Schritt zu deinem Premium-Preissystem

Wenn du selbst gerade an diesem Punkt stehst, unsicher, ob dein Preis stimmt, mit dem leisen Gefühl, dass du eigentlich mehr wert bist, als deine Preisliste zeigt, dann ist das kein Zufall, dass du diesen Artikel liest. Preis ist selten das eigentliche Problem, meistens ist es die Positionierung dahinter, die noch nicht klar genug ist, um den Preis zu tragen.


Genau das entwickeln wir gemeinsam in der Architektin. Deine Positionierung, dein Premium-Preissystem und dein gesamtes Angebot, so aufgebaut, dass ein höherer Preis nicht nur gerechtfertigt, sondern selbstverständlich wird.

Lass uns im kostenlosen Strategy Call darüber sprechen, wo du gerade stehst und was für dich der richtige nächste Schritt ist. Schreib mir einfach oder buch dir direkt einen Termin.



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